Schule im TÜV
In Zukunft können sich Eltern mit schulpflichtigen Kindern in Hamburg, im Internet darüber informieren, wie Hamburgs Schulen im Schul-TÜV abgeschnitten haben.
TÜV-Test für Schulen
Schule im Internet-Test
Die SPD will die Ergebnisse des sogenannten Schul-TÜVs im Internet veröffentlichen. Der SPD-Schulexperte Lars Holster sagte, dass die Ergebnisse im Bereich Schule für alle nutzbar gemacht werden müssen, wenn die Schulqualität verbessert werden solle. Für Eltern können die Berichte der Schulinspektion eine Hilfe bei der Wahl der richtigen Schule für ihr Kind sein. Die Veröffentlichung im Internet sei für die Schulen eine sinnvolle Ergänzung zur Präsentation der Ergebnisse. Es sollen nur einzelne Daten, zum Beispiel Unterrichtsbewertungen, öffentlich gemacht werden und es soll ein Online-Ranking der Schulen geben. Vertrauliche Ergebnisse wie die Beurteilung von Schulleitern seien hingegen davon ausgenommen.
Bewertung der Schule erst 2013
Frühestens zur Schulanmeldung im Februar 2013 könnte der Vorschlag umgesetzt werden. Die Handelskammer Hamburg lobte den Vorstoß. Der Hauptgeschäftsführer Hans-Jörg Schmidt-Trenz sagte, dass dies Anreize zur stetigen Verbesserung schaffe. Oppositionelle Linke hingegen äußerten heftige Kritik. Sie befürchten, dass sich alle Eltern auf die angeblich beste Schule stürzen werden und es zu einem Kampf um einen Schulplatz komme. Für die Fraktionschefin Dora Heyenn ist der Vorschlag unsozial und verschärfe die soziale Spaltung in der Gesellschaft. Kinder, deren Eltern als bildungsfern gelten, blieben dabei auf der Strecke. Die CDU bezeichnete das Vorhaben als „Rolle rückwärts der SPD“, denn vor einigen Wochen habe Holster eine Veröffentlichung im Internet ausdrücklich abgelehnt. Den Vorschlag begrüßte die CDU jedoch und fügte hinzu, dass man über die Konsequenz nachdenken müsse. Wenn die SPD ein „ja“ zu mehr Transparenz gebe, müsse zum Beispiel auch eine freie Schulwahl ermöglicht werden, so der CDU-Schulexperte Robert Heinemann.













