Ultraschall

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Schütteltrauma

Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) empfiehlt aufgrund einer Studie der Universität Innsbruck beim Verdacht auf Schütteltrauma einen Ultraschall des Wirbelkanals, um eine eindeutige Diagnose erstellen zu können.

15.12.2011 12:08h
Schütteltrauma feststellen Ein Ultraschall des Wirbelkanals hilft bei der Diagnose eines Schütteltraumas

Bei einer Studie des Departments für Kinder- und Jugendheilkunde der Medizinischen Universität Innsbruck, die im August 2011 in der Zeitschrift „Ultraschall in der Medizin“ publiziert wurde, zeigte sich, dass bei Säuglingen, die ein Schütteltrauma erlitten hatten, auch im Bereich des Wirbelkanals Blutergüsse auftraten. Daher ist es sinnvoll, bei dem Verdacht auf ein Schütteltrauma auch den Wirbelkanal zu untersuchen, um eine sichere Diagnose stellen zu können. Anders als bei Erwachsenen kann man bei Säuglingen mit einer Sonographie den Wirbelkanal untersuchen, da die Wirbelbögen noch aus Knorpel bestehen und von den Ultraschallwellen durchdrungen werden können.

Schütteltrauma häufige Todesursache

Laut DEGUM sterben in Deutschland jedes Jahr zwischen 100 und 200 Säuglingen an den Folgen eines Schütteltraumas. Die Kinder werden dabei so schnell und heftig geschüttelt, dass sich am Kopf und im Köper Hämatome bilden. Es kann zudem zu Einblutungen und Frakturen sowie Hirnschäden kommen. Dies kann zu körperliche und geistigen Beeinträchtigungen und schlimmstenfalls zum Tod der Kinder führen. Ein Schütteltrauma stellt die häufigste Form von Kindesmisshandlung dar und wird in der Regel von Bezugspersonen wie den Eltern verübt. Von einem Schütteltrauma spricht man, wenn die Verletzungen absichtlich herbeigeführt werden, beispielsweise, um ein weinendes Kind ruhig zu stellen.

Schütteltrauma vermeiden

Schütteltraumata entstehen häufig, weil die Eltern überfordert sind und sich die Babys über einen längeren Zeitraum nicht beruhigen lassen. Sebastian Bertram, Pädagoge aus Hannover, rät deshalb betroffenen Eltern, ihre eigenen Grenzen zu akzeptieren und eine „Schreiambulanz“ aufsuchen. Diese gibt es in vielen Kinderkliniken. Dort werden nicht nur die Kinder untersucht, sondern auch die Eltern beraten und unterstützt.

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Tags: Krankheiten, Schütteltrauma diagnostizieren, Ultraschall bei Babys, Hilfe bei Schütteltrauma
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7 Kommentare zu: Schütteltrauma

bellISAma 19.12.2011, 16:00 Uhr

Meine FA hat mir jede Menge verschiedene Anlaufstellen genannt und auch eine Schreiambulanz wardabei.Ich finde das ist eine super Sache. Klar bin ich auch das ein oder andere Mal genervt, wenn mein Kleiner nicht aufhört zu weinen, aber ich war trotzdem noch nie dort. Man weiß vorher, dass gerade ein Kleinkind anstrengend sein kann und es auch des öfteren Mal heult. Ich würde mein Kind trotzdem nie schütteln um es ruhig zu stellen. Davon abgesehen ist das doch bestimmt eher contraproduktiv und sorgt dafür, dass das Kind noch mehr schreit, oder?

Basalino 16.12.2011, 10:45 Uhr

Zu krass, wirklich...

susannalea 16.12.2011, 10:06 Uhr

Ich wusste gar nicht, dass es eine Schreiambulanz gibt - finde ich echt gut! Die Eltern wollen ihren Kindern ja kein Schütteltrauma antun - sie sind echt verzweifelt.

jonahzoe 15.12.2011, 16:27 Uhr

Gut, dass es solche Einrichtungen gibt!!!

chiquitito22 15.12.2011, 13:58 Uhr

Wie furchtbar, so etwas könnte ich meinem kleinen Sonnenschein nie antun! :'(

JosefineF 15.12.2011, 12:36 Uhr

Mittlerweile sollten die Eltern wirklich wissen, wie schenll es zu einem Schütteltrauma kommen kann!

herzbluten 15.12.2011, 12:18 Uhr

Ich finde das schlimm, dass Kinder an einem Schütteltrauma sterben.

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