U-Bahn-Schlägerei

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Schüler sagen nicht aus

Aus Hass auf Deutsche, haben vier Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren am 11. Februar zwei 30 Jahre alte Maler brutal zusammengeschlagen und beraubt. Zu Prozessbeginn haben die Angeklagten die Aussage verweigert.

18.11.2011 13:56h
Täter verweigern Aussage U-Bahn Schlägerei in Lichtenberg

Ein 15-jähriger Bosnier, ein 17 Jahre alter Iraner, ein 18-jähriger Kosovare und ein 18 Jahre alter Kenianer sind wegen versuchten Mordes aus Habgier und niedrigen Beweggründen angeklagt. Gefährliche Körperverletzung und Raub sind weitere Anklagepunkte. Bei der U-Bahn-Schlägerei in Lichtenberg ist eines der Opfer fast ums Leben gekommen.

Die Tat der Schüler

Am 11. Februar gegen 23:50 Uhr, trafen die vier Schüler im Eingangsbereich des U-Bahnhofs Lichtenberg, auf die beiden Maler Marcel R. und Steffen O. Die Malergesellen, die gerade aus einer Billardkneipe kamen wurden beim Zusammentreffen mit den Schülern von diesen sofort angepöbelt. Die Schüler sollen gesagt haben, dass sie Deutsche hassen und die beiden Maler als „ Scheiß Nazis“ beschimpft haben. Eines der Opfer konnte zunächst entkommen, während die Täter dem anderen Jacke und Rucksack vom Körper rissen und ihn dann, so die Anklage, „mehrfach wuchtig gegen Kopf und Oberkörper“ traten. Als es dem Maler dennoch gelang aufzustehen, sollen ihn die Jugendlichen wieder zu Boden geschlagen haben. Das wiederholte sich als der Malergeselle noch einmal versuchte zu entkommen. Zum Schluss stießen sie das Opfer die Treppe zur U-Bahn hinunter und schlugen dort weiter mit Füßen und Fäusten auf ihn ein. Durch eine sofortige Notoperation konnte das Leben des 30-jährigen gerade noch gerettet werden. Marcel R., das Opfer, musste über mehrere Wochen in ein künstliches Koma versetzt werden und lag monatelang im Krankenhaus.

Steffen O. von den Schülern geschlagen

Steffen O., der am 11. Februar in den Außenbereich des Bahnhofs geflohen war, wurde von den Tätern später gestellt. Sie schlugen ihn, so dass er Hämatome am ganzen Körper erlitt und eine Wunde am Rücken davon trug. Ein kräftig gebauter Passant kam ihm zu Hilfe und trieb die immer noch aggressiven Jugendlichen in die Flucht.

Motiv der Schüler: Spaß an Gewalt

Die Staatsanwaltschaft sieht in dieser Tat versuchten Mord. Die Angeklagten wollten während der Tatausführung nicht nur die Wertgegenstände der Opfer stehlen, sie seien auch aus allgemeinem Hass gegen Deutsche und aus Spaß an der grundlosen Gewaltausübung gegen Schwächere, vorgegangen. Die Angeklagten wollten sich vorläufig erst einmal nicht äußern. Die Jugendlichen hätten sich schon bei der Polizei im weitesten Sinne geständig gezeigt, so Anwalt Lammer. Er erklärte weiter, dass er keinen Ansatz für die Mordmerkmale Habgier und niedrige Beweggründe sehe. Sein Mandant habe auch kein Problem mit Deutschen. Im Prozess müsse geklärt werden, ob es zuvor nicht doch einen Wortwechsel zwischen den Angeklagten und den späteren Opfern gegeben habe. Die Videobänder der im U-Bahnhof montierten Kamera hatten die Polizei auf die Spur der vier Schüler geführt und sind nun die wichtigsten Beweismittel.

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Tags: Recht, Medien, Jugendbrutalität, fast tot geschlagen, Jugendliche schlagen brutal zu, U-Bahn- Schlägerei, Jugendlich Prügelei
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4 Kommentare zu: Schüler sagen nicht aus

Ulumora 24.11.2011, 13:27 Uhr

Ich verstehe solche Taten nicht... Haben diese Wesen noch nie etwas von Menschenrechten gehört!? Für mich sind solche Wesen keine Menschen...

BrummBienchen 18.11.2011, 17:28 Uhr

Ich hoffe bloß, diese Schüler ändern ihre Meinung noch, wie kann man nur so etwas tun??

rosabienchen 18.11.2011, 17:22 Uhr

Das ist echt heftig! Und dann noch das Motiv der Schüler - unfassbar!

LemonTree85 18.11.2011, 14:02 Uhr

Wie furchtbar, dass Schüler zu so etwas schon fähig sind...

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