Nicht zu viel Zimt in Plätzchen

Zimt gehört zur Grundausstattung in jeder Weihnachtsbäckerei. Er bringt den typischen Weihnachtsgeschmack in jede saisonale Nascherei. Zu viel Zimt kann aber gesundheitsgefährdend sein.

26.11.2012 14:50h

Die Weihnachtszeit steht wieder vor der Tür. Das erkennt man nicht zuletzt daran, dass es aus dem heimischen Backofen nach Zimt duftet. Als Geschmacksnote vieler typischer Weihnachtsplätzchen ist er aus der Adventszeit kaum wegzudenken. Zu viel Zimt kann aber negative Auswirkungen auf die Leberwerte haben, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung jetzt mitteilte.

Auf die Art des Zimts kommt es an

Nicht nur in Weihnachtsplätzchen hat Zimt einen festen Platz. Er findet auch übersaisonal Verwendung als Geschmacksnote in Milchreis, auf Kuchen und in vielen Desserts. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gab jetzt jedoch bekannt, dass das beliebte Gewürz nicht nur die Geschmacksnerven verwöhnt, sondern sich auch negativ auf die Leberwerte auswirken kann. Bei empfindlichen Menschen können bereits geringe Mengen von Zimt Leberschäden hervorrufen. Glücklicherweise sind nicht alle Zimtsorten im gleichen Maße schädlich. Ein gesundheitliches Risiko birgt vor allem der übermäßige Genuss von Cumarin, einem Aromastoff, der in Cassia-Zimtsorten enthalten ist. Der Casssia-Zimt enthält eine hohe Konzentration an Cumarin, wodurch auch sein etwas herberer Geschmack kommt.

Cumarin wird auch in Medikamenten verarbeitet. Daher sind die leberschädigenden Nebenwirkungen für empfindliche Menschen bekannt. Wer bereits eine geschädigte Leber hat oder zu Leberschäden neigt, sollte mit diesem Inhaltsstoff besonders vorsichtig sein. Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, der Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, empfiehlt daher, bei der Verwendung von Zimt auf die Sorte zu achten: „Verbraucher, die oft große Mengen Zimt als Gewürz verwenden, sollten cumarinarmen Ceylon-Zimt verwenden.“ Ceylon-Zimt hat ein milderes Aroma als Cassia-Zimt. Er wird hauptsächlich in Sri Lanka angebaut.

Bei Zimt ist Vorsicht geboten Zimt gehört in jede Weihnachtsbäckerei. Zu viel ist aber ungesund

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Richtwerte für die Dosierung von Zimt

Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt regelmäßig Richtlinien für die Verträglichkeit von Lebensmitteln und Inhaltsstoffen bekannt, die auf der Basis von medizinischen Auswertungen ermittelt werden. Die Europäische Kommission überwacht die Einhaltung dieser Richtlinien für in Europa hergestellte und angebotene Lebensmittel. So liegt die empfohlene Tagesmenge an Cumarin bei 0,1 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Für einen Erwachsenen mit einem Körpergewicht von 60 Kilogramm bedeutet das den Verzehr von 2 Gramm Cassia-Zimt täglich. Die Europäische Union gibt in diesem Zusammenhang Richtwerte heraus, die die erlaubte Höchstmenge von Cumarin in Lebensmitteln festlegen. Für Zimt in Form von Zimtstangen oder Zimtpulver als Gewürz gelten derzeit keine Richtlinien seitens der Europäischen Kommission.

Sind die Höchstmengen in verzehrfertigen Lebensmitteln voll ausgeschöpft, kann die empfohlene Tageshöchstmenge an Cumarin trotzdem nur überschritten werden, wenn sehr große Mengen an Lebensmitteln verzehrt werden, die eine hohe Konzentration an Cassia-Zimt enthalten. Ein Kind mit 15 Kilogramm Körpergewicht erreicht die Tageshöchstmenge an Cumarin beispielsweise, wenn es 100 Gramm Lebkuchen oder 30 Gramm Zimtsterne (das entspricht etwa 6 Zimtsternen) täglich isst.

Eine vorübergehende Überschreitung der täglichen Höchstmenge an Cumarin ist nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung aber in den meisten Fällen unbedenklich. Erst ein verstärkter Verzehr von Cassia-Zimt mit hohem Cumaringehalt über einen längeren Zeitraum stellt ein gesundheitliches Risiko dar. Die köstlichen Verlockungen der Weihnachtszeit dürfen also auch ausgemachte Zimtliebhaber unbeschwert genießen.

Zimt ist ein beliebtes Gewürz, das vielen Süßspeisen das gewisse Etwas verleiht. In der Weihnachtszeit ist der typische Zimtgeschmack aus den vielen saisonalen Leckereien kaum wegzudenken. Zu viel Zimt kann sich aber negativ auf die Leberwerte auswirken. Daher sollte Zimt nicht in zu großen Mengen in den Plätzchenteig einfließen und die Zimtsorte sollte mit Bedacht gewählt werden.

Bildquelle: dreamstime.com

Nicht zu viel Zimt für die Weihnachtsplätzchen: 5 Kommentare

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Lego_Mami 28.11.2012, 10:12 Uhr

Ich kann mir kein Weihnachtsgebäck ohne Zimt vorstellen. Wenn man es mit der Menge nicht übertreibt, ist doch alles gut!

Zuckerwattemami 28.11.2012, 09:51 Uhr

Zimt find ich super und in Plätzchen gehört er an Weihnachten einfach rein. Man isst ja auch nicht kiloweise Plätzchen am Tag. Ich mach mir da wenig Gedanken.

Angie_Boot 28.11.2012, 09:28 Uhr

Ich mag keinen Zimt - wie praktisch ;)

schneckchenmami 27.11.2012, 13:18 Uhr

Und das wo ich soooo gerne Zimt esse. Mal sehen, wo man den geeigneteren Zimt zu kaufen bekommt.

RiaRia 27.11.2012, 10:00 Uhr

Oh, das wusste ich noch gar nicht! Ich backe total gerne mit Zimt, aber dann werde ich dieses jahr mal auf die Dosierung achten.

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